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20 April 2026

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April 2026

Liebe Leserin, lieber Leser,

es gibt teure Fotos und teurere Fotos. Ein teures könnte zum Beispiel ein Selfie am Eiffelturm in Paris sein, weil das Motiv mit einigermaßen langer An- und Abreise verbunden ist und ein Espresso auf den Champs Elysees circa so viel kostet wie ein Abendessen beim Italiener in Boye. Ein teureres Foto wäre dann zum Beispiel ein Selfie vor der Freiheitsstatue in New York, weil dieses Bild nur mit Hin- und Rückflug zu haben ist – es sei denn, man hat Lust, ein, zwei Wochen im Laderaum eines Containerschiffs zu campieren und sich von zähem, ewig haltbaren Dosenessen zu ernähren.

Was den Preis eines Fotos betrifft, hat kürzlich allerdings die NASA eindeutig den Vogel abgeschossen, als sie die Rückseite des Mondes fotografieren ließ. Dafür war natürlich eine Raumkapsel nötig, die gleich mal mit vier Fachkräften bestückt wurde. Die Mission verlief dann zum Glück erfolgreich, und auch das gewünschte Foto wurde gemacht. Preis: rund 1,4 Milliarden Dollar. Vorteil: Bei so viel Kohle muss man beim Rahmen oder Fotoalbum nicht mehr allzu streng aufs Preisschild schauen.

Wer das ja eigentlich sowieso nicht muss, sind Pilotinnen und Piloten, die nicht mal ganz bis zum Mond müssen und trotzdem passabel Geld mit dem Fliegen verdienen. Umso erstaunlicher, dass ihnen die stattlichen Jahresgehälter trotzdem Anlass zur akuten Besorgnis bieten: Man fürchtet um die Lebensqualität im Alter und streikt trotzig für höhere betriebliche Renten. Es dürfte einigermaßen schwerfallen, das dem jungen Pärchen zu erklären, das sich den City-Trip nach Rom mühsam zusammensparen musste und jetzt die ersehnten freien Tage am Hannover Airport verbringen muss, statt sich im Kolosseum vorzustellen, wie sich ein komplettes Rudel Raubtiere auf Gladiatoren in Lufthansa-Uniformen stürzt, um ihnen das Rentenproblem auf die hungrige Weise zu nehmen.

Wenn’s um Geld geht, hört der Spaß offensichtlich auf. Lediglich der Papst dürfte kraft seines Amtes über solch armselig materiellen Dingen stehen. Dafür liegt ihm der Frieden am Herzen, was wiederum nicht jedem Spitzenpolitiker passt, der aktuell in einen Krieg verstrickt ist, sich eigentlich aber nichts sehnlicher wünscht als den Nobelpreis für dessen Gegenteil. Da kann man dann die außenpolitischen Ansichten des Stellvertreters Gottes auf Erden schon mal „inakzeptabel“ nennen, was die italienische Staatschefin auf den Plan ruft, die diese Äußerung inakzeptabel findet, was wiederum als inakzeptabel zurückgewiesen wird.

Vielleicht lohnt sich ja doch eher, sich mit Dingen zu beschäftigen, die akzeptabel sind. Zum Beispiel dem Frühling, der sich völlig unabhängig von kritischen Weltlagen zuverlässig meldet, um uns daran zu erinnern, dass im Garten oder auf dem Balkon noch ein bisschen Arbeit wartet, eine Mühsal,  deren Blüten und Früchte man dafür aber direkt genießen kann – inklusive schöner Fotos, die das Budget nicht sprengen.

Die NASA übrigens bleibt lieber auch nicht beim Fotografieren stehen. Wenn man schon mal hochfliegt, will man nächstes Mal die Crew auch ein bisschen auf dem Mond rumwandern lassen. Dabei dürfte der Immobilien- und Deal-besessene US-Präsident gerne per Live-Schalte dabei sein wollen. Schließlich gibt es auf dem Erdtrabanten noch jede Menge ungenutzter Grundstücke. Nur gehen die Probleme wahrscheinlich mit dem Bauen los. Die Lieferketten sind fragil, die Transportwege fürs Material lang, die Zulagen fürs Handwerkspersonal hoch.

Dann vielleicht doch lieber einen soliden irdischen Bauplatz wählen und unnötige Komplikationen von vornherein vermeiden. Zum Beispiel mit einem der noch freien Grundstücke, die in den Baugebieten rund um Celle zu haben sind. Und mit den vielen lokalen Handwerksbetrieben, die nichts lieber tun als Bauvorhaben zum Gelingen zu bringen. Wir wünschen viel Erfolg bei allen Neu- oder Umbauprojekten, bei allen Sanierungen und Modernisierungen!

Ihr Team von SB&W

Bauvorhaben dieser Ausgabe

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